Wir begleiten Sie mit Beratung, Training und Zertifizierung in den Halal-Markt

Das Team von HALAL QUALITY MANAGEMENT ist mit den Themen dieses Marktes bestens vertraut. Gemeinsam mit dem Mannheimer Institut und der Yavuz Sultan Selim Moschee begleiten Wir Ihr Unternehmen durch Beratung und Zertifizierung, bei der der Marktimplementierung und durch Training der Mitarbeiter für die Halal konforme Produktion.

Aktuelles

Vieles zum "Pferdefleisch-Skandal" liegt noch im Dunkeln

Mit Tiefkühl-Burgern aus Großbritannien und Irland hat der Skandal angefangen. Lebensmittelkontrolleure fanden in den Fertig-Bouletten neben Rinderhack auch Pferdefleisch. Aldi, Lidl, Tesco und Iceland haben das Produkt vom Markt genommen. Und so geht es von Tag zu Tag weitermit weiteren Produkten, mit Fertiggerichten aus der Dose, mit Nudelgerichten wie Lasagne, mit Bolognese-Sauce, Gulasch oder Chili con Carne. Eine ganze Reihe von europäischen Ländern und auch außereurpäische Länder, z. B. Hongkong sind davon betroffen.

Pferdefleisch ist an sich unproblematisch und gilt in vielen Ländern als Delikatesse. In Deutschland ist es – wenn es ordnungsgemäß geschlachtet wird – deutlich teurer als Rind, Schwein oder Huhn. Allerdings wurden die Verbraucher im aktuellen Fall getäuscht: Sie kauften die Produkte in dem Glauben, dass ausschließlich Rind enthalten sei und damit halal, erlaubt ist. Auf der Packung war das Pferdefleisch zudem nicht angegeben. Die fehlende Deklaration, also der Betrug am Verbraucher, ist der eigentliche Skandal. Der Fokus der Ermittlungen liegt derzeit auf dem Nachweis von Pferdefleisch. Das schlimme ist: Selbst wenn man Krankheit erregende Keime finden würde: "Es ließe sich nicht mehr feststellen, ob diese aus dem Rind- oder dem Pferdefleisch stammen.

Wut ist keine Antwort. Nicht der Staat muss Top-Produkte garantieren, sondern die Erzeuger.

Staatlich geprüft reicht nicht und geht auch nicht. Doch selbst wenn wir die Zahl der Lebensmittelkontrolleure verzehnfachen würden, blieben lückenlose Kontrollen eine Illusion. Der Staat ist schlichtweg überfordert, alles, was wir essen, vor dem Verzehr auf Reinheit zu überwachen. Und die Erzeuger wollen und müssen bei Billigprodukten sparen, z. B. an DNA-Proben, für die etwa 400 Euro fällig werden.

Und Wirtschaftskriminellen beim Etikettenschwindel oder bei gar noch gefährlicheren Panschereien das Handwerk zu legen, das ist und bleibt schwer, auch wenn Schwerpunktstaatsanwaltschaften und grenzüberschreitende Ermittlungen des Zolls oder des Bundeskriminalamtes Wirklichkeit werden.

Auch die muslimischen Konsumenten sind wachgerüttelt und erbost …… und werden in Zukunft sicher vermehrt nach Produkten schauen, die ein Halal-Siegel tragen, dem man trauen kann. Das bedeutet: Die Erzeuger sind gefragt, müssen da kaufen, wo zuverlässig die Rückverfolgbarkeit garantiert ist, müssen sauber dokumentieren, immer wieder Proben prüfen, den Produktionsprozess Halal konform ausgestalten und so dem Handel und den Konsumenten Sicherheit geben.